Verfasst von antiquar am 31.10.2008

Gaslaterne vor altem Dom und neuem Fernsehturm
Die am letzten Wochenende im Gaslaternen-Freilichtmuseum Berlin durch Steinwürfe beschädigten historischen Gaslaternen werden vermutlich noch vor Weihnachten instandgesetzt. 19 der nahezu 90 ausgestellten Laternen wurden teils erheblich beschädigt. Nun haben sich einem Bericht des Tagesspiegel zufolge die GASAG, das Unternehmen Braun Schaltgeräte & Service sowie die in Berlin für die Straßenbeleuchtung zuständige Nuon Stadtlicht GmbH bereit erklärt, die Reparaturkosten zu übernehmen. Das vom Deutschen Technikmuseum Berlin in kultur- und technikgeschichtlicher Hinsicht betreute Museum besteht seit 1978, es wurde von dem Berliner Gasversorger GASAG und der damaligen Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr eingerichtet. Das bringt den Tagesspiegel vielleicht zu der Fehleinschätzung, die Gaslaternen gehörten dem Senat. Richtig ist vielmehr, dass die Gasleuchten des Berliner Gaslaternenmuseums ein Berliner Kulturgut sind das allen Berlinern gehört.
Leider werden sich Vandalismusschäden an diesem Standort nicht verhindern lassen, so dass ein Umzug des Museums an einen geeigneten, gesicherten Standort notwendig ist. Hier bieten sich Freiflächen an, die in der Umgebung geeigneter Museen liegen, zum Beispiel der nachts geschlossene Museumspark am Deutschen Technikmuseum. Oder aber gleich mit den Museen umziehen, in das Gebäude des Flughafen Tempelhof. Hier ist ausreichend Platz für Gaslaternen aus dem Tiergarten, die überwiegend aus Platzgründen im Depot liegenden Bestände des Deutschen Technikmuseum Berlin zur Verkehrsgeschichte, und vielleicht sogar für die Luftfahrtausstellung des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr in Gatow.
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Verfasst von antiquar am 28.10.2008
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Schlossplatz mit Begasbrunnen 1929
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Schloßbrunnen vor dem Stadtschloß
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Neptunbrunnen auf dem Alexanderplatz
Der Berliner Magistrat huldigt dem im selben Jahr, dem Dreikaiserjahr 1888, zum Deutschen Kaiser gekrönten Wilhelm II. mit der Schenkung des im Bau befindlichen
Neptunbrunnens. Dieser wird am 1. November 1891 vor dem Berliner Stadtschloß eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wird er 1951 demontiert und eingelagert. Nach der Restaurierung wird er 1969 in Teilen verändert an seinem neuen Standort zwischen Fernsehturm und Rotem Rathaus aufgestellt. Früher nannte man den Brunnen nach seinem Standort auch Schloßbrunnen oder aber Begasbrunnen nach seinem Schöpfer
Reinhold Begas.
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Verfasst von antiquar am 24.10.2008
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Potsdamer Platz im Licht ca. 1930
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Alexanderplatz im Licht 1969
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Kongresshalle im Licht
Das diesjährige “Festival of Lights” geht am Sonntag zu Ende. Die Liste der Installationen ist
hier zu finden (mit Fotos), selbst gucken kann man in der “Kernilluminationszeit” von 19.00 Uhr bis 1.00 Uhr. Das gab es in Berlin schon früher einmal: Im Oktober 1928 erstrahlten Gebäude, Schaufenster, Leuchtreklamen im relativ neuem Kunstlicht. Zielgruppe der Veranstaltung “Berlin im Licht” waren damals wie heute Berliner und Auswärtige. 1928 war die Veranstaltung jedoch auch eine von der Berliner Wirtschaft initiierte Werbeveranstaltung für den Stromanschluß, über den noch lange nicht jeder Haushalt verfügte. Falls es im nächsten Jahr in Berlin trotz Finanzkrise noch elektrischen Strom gibt: Das Festival of Lights 2009 soll vom 13. Oktober bis 25. Oktober stattfinden.
Im Märkischen Museum läuft noch bis zum 1. Februar 2009 eine Ausstellung unter dem Namen Berlin im Licht. Hier wird das Kunstlicht im privaten und öffentlichen Leben Berlins thematisiert, von dessen Anfängen bis heute.
Märkisches Museum
Am Köllnischen Park 5
10179 Berlin
Di, Do, So 10 – 18; Mi 12 – 20; Fr + Sa 14 – 22
1. Mittwoch im Monat Eintritt frei
Eintritt € 6,00 / € 3,00
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Verfasst von antiquar am 24.10.2008

Stadtpark mit Blick auf das Schöneberger Rathaus 1920
Am 24. Oktober 1950 war im Rahmen einer Feier zum ersten Mal der Klang der Freiheitsglocke aus dem Turm des Schöneberger Rathauses zu hören. Die Abbildung zeigt den Rathausturm noch im Zustand vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges.
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Verfasst von antiquar am 24.10.2008
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Palast der Republik 1976
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Palast der Republik 1981
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Palast der Republik 2008
Heute vor 19 Jahren wurde Egon Krenz von der Volkskammer im
Palast der Republik zum Staatsratsvorsitzenden der DDR und zum Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR gewählt. Dabei bekam Egon-Warum-Hast-Du-So-Große-Zähne-Krenz sogar Gegenstimmen. Bei den Kommunalwahlen im Mai des selben Jahres war er als Leiter der Zentralen Wahlkommission noch für die Vermeidung von Gegenstimmen zuständig.
Der Palast der Republik wird zur Zeit endgültig dem Erdboden gleich gemacht, nun werden die noch verbliebenen Treppenhaustürme Stück für Stück abgetragen. Sprengungen würden den benachbarten Berliner Dom zu sehr erschüttern. Schade eigentlich um Erichs Lampenladen. Für dessen Erhalt sprach mindestens soviel wie für den Nazi-Bau des Flughafen Tempelhof, nur dass der Ballast der Republik leichter zu nutzen gewesen wäre als jener Monumentalbau.
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Verfasst von antiquar am 23.10.2008
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Unter den Linden / Friedrichstraße, um 1910
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Unter den Linden / Friedrichstraße, um 1930
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Interhotel Unter den Linden 1977
Die Geschäfte sind eröffnet, Büros und Wohnungen werden erst noch fertiggestellt. Das neue Quartier
Upper Eastside Berlin sorgt dennoch schon für Gesprächsstoff. Im Rahmen der “Kritischen Rekonstruktion” wurde die schmuddelige Freifläche vor dem Hotel Unter den Linden gleich mit bebaut. Die Gestaltung der Gebäude orientieret sich an den Nachbarbauten im Kreuzungsbereich Unter den Linden / Friedrichstraße. Sicher ist der Anblick neu und damit gewöhnungsbedürftig, aber die neuen Bauten wirken im Gegensatz zum 2006 abgerissenen Hotel Unter den Linden nicht wie ein Fremdkörper. Der
Name des Komplexes, Upper Eastside Berlin, richtet sich vornehmlich an die gut betuchten zukünftigen Mieter der Büro- und Wohnflächen. Dieser Eigenname wird kaum in den Sprachgebrauch der Berliner eingehen, da neben den exklusiven Geschäften alles weitere fehlt, was für den gemeinen Shopper und Flaneur von Interesse ist. Nur bei Daimler gibt es ein Café, sonst keine Gastronomie und keine Shopping-Center-Atmosphäre. Unklar bleibt, warum
Berliner Morgenpost, Tagesspiegel,
taz und
Berliner Zeitung diesem ehrlich gesagt ziemlich belanglosen Ereignis so viel Raum geben.
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Verfasst von antiquar am 22.10.2008

Schloß Sanssouci, Fontäne 1968
Nach fast einhundert Jahren erfüllte Friedrich Wilhelm IV. einen Traum Friedrich des Großen: Er ließ die von diesem geplante, aber aus Mangel an technischen Möglichkeiten nicht realisierbare Fontänenanlage bauen. Als am 23. Oktober 1842 die 38 Meter hohe Fontäne zum ersten Mal aufsteigt, ist der vorgesehene Termin um zwei Monate überschritten. Daher mußte die ausführende Firma Borsig 500 Taler an eine wohltätige Einrichtung als Konventionalstrafe zahlen. Versorgt wurde die Fontäne durch ein von Ludwig Persius “nach Art der türkischen Moscheen mit einem Minarett als Schornstein” errichtetes Dampfmaschinenhaus. Heute ist in diesem technischen Denkmal der erste, fünfzig Jahre lang genutzte Motor in Betrieb zu sehen, allerdings elektrisch betrieben.
Dampfmaschinenhaus / Moschee
Breite Str. 28
14471 Potsdam
Sa + So 10 – 18
Eintritt 2,00 / 1,50
nur noch bis 31.10.2008
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Verfasst von antiquar am 22.10.2008
Nachdem der Petriplatz Jahrzehnte aus dem Stadtbild verschwunden war, der Bereich wurde im wesentlichen als Parkplatz genutzt, beschloß der Berliner Senat 2006 die Wiederherstellung des Platzes. Die geplante Bebauung richtet sich in den Grundrissen teilweise nach bekannten älteren Gebäuden, es sollen auch ausgegrabene Mauern der ehemaligen Lateinschule und Fundamente der Petrikirche sichtbar bleiben. Bei den Ausgrabungen um die ehemalige Petrikirche gefundene menschliche Knochen werden später in einem sogenannten Beinhaus auf dem Petriplatz beigesetzt. Während die Arbeit der Archäologen vor Ort noch bis 2009 dauert, sind jetzt schon Fundstücke der Archäologen zu sehen: Unter dem Titel SAND GUT – Archäologische Funde vom Petriplatz findet seit dem 2. Oktober und noch bis 24. Mai 2009 eine Ausstellung im Mitte Museum am Festungsgraben statt. Bearbeitete Holzbalken wurden mittels Dendrochronologie auf die Zeit vor der ersten urkundlichen Erwähnung Berlins im Jahre 1237 datiert. Weitere Objekte zeigen einen Querschnitt durch die Wohn- und Lebensverhältnisse der Berlin-Cöllner Bevölkerung bis in das 20. Jahrhundert. Texttafeln erläutern die Bedeutung der einzelnen Ausstellungsstücke. Diese stammen nicht nur aus Petrikirche, Lateinschule, Cöllnischem Rathaus oder dem ausgebrannten Kaufhaus Hertzog. Vieles entstammt einer Müllgrube, die im 18. Jahrhundert genutzt wurde. Nachdem die Petrikirche, die Lateinschule und andere Häuser 1730 einem Brand zum Opfer fielen, wurde der Keller der Lateinschule schließlich mit Abfällen verfüllt. Heute lassen sich aus einer solchen Schatzgrube Rückschlüsse auf das Leben einfacher Bürger ziehen, von deren Verhältnissen sonst nur wenig bekannt ist.
Mitte Museum am Festungsgraben
Palais am Festungsgraben
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
Mi, Fr – So 13 -17 Uhr, Do 13 -18 Uhr
Eintritt frei
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Verfasst von antiquar am 22.10.2008

Berliner Schloß, Weißer Saal
Am 21. Oktober 1946 wurde im wiederhergestellten Weißen Saal des Berliner Schlosses eine Ausstellung moderner französischer Kunst eröffnet. Die Abbildung zeigt den Weißen Saal noch ohne französische Kunst, aber auch noch ohne Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Den Rest gab dem Berliner Stadtschloß der ZK-Vorsitzende Walter Ulbricht, der das “Symbol des preußischen Absolutismus” 1950 sprengen ließ. Der später errichtete Nachfolgebau, der “Palast der Republik”, wurde ebenfalls aus ideologischen Gründen abgerissen.
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Verfasst von antiquar am 21.10.2008
Die Erlöserkirche in Rummelsburg war eine der ersten durch den Evangelischen Kirchenbauverein geförderten Kirchen in Berlin. Der erste Gottesdienst sollte auf Anordnung des Kaisers Wilhelm II. am 21. Oktober stattfinden, aus Anlaß des Geburtstages der Kaiserin Auguste Viktoria am 22. Oktober. Auguste Viktoria, selbst Schirmherrin des Kirchenbauvereins, war jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend. Die Erlöserkirche wurde, wie zahlreiche andere zu jener Zeit, in den neu entstehenden Arbeitervierteln erbaut. Durch die Errichtung von Kirchen hoffte Wilhelm II. den Zustrom der unzufriedenen Arbeiter zu den Sozialisten zu stoppen. Diese betrachtete er ebenso wie sein Reichskanzler Bismarck als Reichsfeinde, war aber als “Kaiser aller Deutschen”, als der er sich sah, nicht bereit zu massiver Gewaltanwendung.
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