Gruß aus Berlin

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21. März

Verfasst von antiquar am 22.3.2008

  • 1848: König Friedrich Wilhelm IV. reitet mit einer Schärpe in den Farben der Revolution – schwarz-rot-gold – durch die Stadt und erklärt sich mit den Zielen der Märzrevolution solidarisch. Er plant jedoch, nach Beruhigung der Lage die Revolution niederzuschlagen.
  • 1871: Kaiser Wilhelm I. ernennt Otto von Bismarck zum ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches. Am selben Tag tritt der Reichstag zusammen und wählt Eduard Simson zum ersten Reichstagspräsidenten.
  • 1887: Erich Mendelsohn wird geboren. Der Architekt entwarf neben dem Einsteinturm in Potsdam unter anderem in Berlin das Haus der Schaubühne am Lehniner Platz (früher WOGA-Komplex), das am 17. Juni 1953 ausgebrannte Columbus-Haus am Potsdamer Platz und das jetzt von der IG Metall genutzte Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Kreuzberg.
  • 1894: Rudolf Nebel wird geboren. Der Ingenieur und Raketenforscher war Mitbegründer des ersten Raketentestgeländes in Berlin. Von 1930 bis zum Verbot der privaten Raketenforschung 1934 führte er – zeitweise gemeinsam mit Wernher von Braun – Experimente auf dem heute zum Flughafen Tegel gehörenden Gelände durch.
  • 1933: Der neue Reichstag wird eröffnet. Der Propagandaminister Joseph Goebbels inszenierte einen Triumphmarsch der Nationalsozialisten durch die Stadt zur Garnisonkirche, wo Festgottesdienste stattfanden. Danach kam es vor der Kirche zur Begegnung des Reichskanzlers Adolf Hitler mit dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Adolf Hitler, der in Zivilkleidung erschienen ist, verbeugte sich vor dem greisen Reichspräsidenten. Dies alles diente dem Zweck, im Reichstag eine notwendige Zweidrittelmehrheit für das geplante Ermächtigungsgesetz zu erhalten. Die Veranstaltung ging als der Tag von Potsdam in die Geschichte ein.

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