Gruß aus Berlin

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22. März

Verfasst von antiquar am 22.3.2008

  • 1540: Der Kaufmann Hans Kohlhase wird in Berlin hingerichtet. Kohlhase reist 1532 nach Leipzig zur dort stattfindenden Herbstmesse, um Pferde zu verkaufen. Bei einer Rast in Sachsen werden ihm Pferde abgenommen, wodurch er erhebliche Verluste erleidet. Eine Entschädigung wird ihm versagt, und so erklärt er dem Land Sachsen die Fehde. Damit verstößt er gegen Ewigen Landfrieden von 1495. Nachdem er, zunächst von Brandenburg unbehelligt, im jetzigen Kohlhasenbrück einen Silbertransport des Landesherren überfällt wird er schließlich verhaftet. Am 22. März 1540 wird er zum Tod durch Rädern verurteilt und hingerichtet. Die Ereignisse werden Anfang des 19. Jahrhunderts von Heinrich von Kleist in seiner Novelle Michael Kohlhaas aufgegriffen.
  • 1767: Johann Peter Süßmilch, Propst der Petrikirche in Cölln, Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften und Begründer der deutschen Bevölkerungsstatistik, stirbt in Berlin.
  • 1797: Wilhelm I. wird als Sohn Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise geboren. Während der Märzrevolution 1848 empfiehlt der Prinz von Preußen, das Militär aus der Stadt abzuziehen und die Stadt mit Kanonen zu beschießen. Später schlägt er in Baden die Revolution entgültig nieder. 1858 übernimmt er die Regentschaft von seinem erkrankten Bruder Friedrich Wilhelm IV.und wird nach dessen Tod 1861 zum König gekrönt. Anläßlich der Gründung des Deutschen Reiches wird Wilhelm I. 1871 zum deutschen Kaiser proklamiert.
  • 1848: Die zivilen Gefallenen der Barrikadenkämpfe werden auf den Stufen des Deutschen Domes aufgebahrt und anschließend zum neuen Friedhof der Märzgefallenen gebracht. Als der Trauerzug das Schloß passiert, erweist Friedrich Wilhelm IV. den Toten seinen Respekt durch das Ziehen seines Hutes. Der eigens nach Berlin gereiste Maler Adolph Menzel hält die Ereignisse in seinem Bild Aufbahrung der Märzgefallenen fest.
  • 1876: Die Nationalgalerie – heute Alte Nationalgalerie – wird im Beisein Kaiser Wilhelms I. eröffnet. Den Bau plante Friedrich August Stüler, der jedoch schon vor der Grundsteinlegung verstarb. Der Schwerpunkt liegt in den ersten Jahren bei preußischer zeitgenössischer Kunst.
  • 1935: Der Fernsehsender “Paul Nipkow” nimmt als erster Sender die regelmäßige Ausstrahlung eines Fernsehprogrammes auf. Die Studios befinden sich im Haus des Rundfuks, gesendet wird von der Spitze des Berliner Funkturms.

funkturm.jpg

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