Unter der Leitung des Archäologen Robert Koldewey beginnen in Babylon Ausgrabungen, die bis 1917 andauern. Dann werden sie wegen des Ersten Weltktieges abgebrochen.
Auftraggeber der Grabungen ist die Deutsche Orient-Gesellschaft, die 1898 eigens für die Förderung der Erforschung von Geschichte und Kulturen des Vorderen Orients und die Verbreitung von diesbezüglichen Forschungsergebnissen gegründet wurde. Initiator und Finanzier ist zunächst – neben anderen wohlhabenden Kunstmäzenen – James Simon. Er leitet auch die Deutsche Orient-Gesellschaft in enger Zusammenarbeit mit Wilhelm von Bode, dem Direktor der Berliner Museen. Ab 1901 übernimmt Kaiser Wilhelm II. das Protektorat über die Gesellschaft
Während der Ausgrabungen in Babylon werden zahlreiche bedeutende Bauwerke freigelegt, darunter das im Vorderasiatischen Museum auf der Museumsinsel ausgestellte Ischtar-Tor, die Prozessionsstraße und die Thronsaalfassade des Königs Nebukadnezar II.
Diese können im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden, Donnerstags von 18.00 bis 22.00 auch bei freiem Eintritt. Da vom 26. Juni bis 5. Oktober 2008 die Sonderausstellung „Babylon. Mythos und Wahrheit“ zu sehen ist, muß in diesem Zeitraum auch Donnerstagabends Eintritt gezahlt werden.