Das Haus von Hannah Höch – letztes Fragment des Flughafen Schulzendorf
Verfasst von antiquar am 3.4.2008
Am heutigen Tag wird im Heimatmuseum Reinickendorf mit einer Vernissage die Sonderausstellung Das Haus von Hannah Höch eröffnet. Gezeigt werden bis zum 1. Juni Aufnahmen des Hauses, die im Juni 1978 entstanden. Fotograf war Rainer König, Professor an der Hochschule der Künste und Neffe von Hannah Höch, die das Haus von 1939 bis zu ihrem Tod im Mai 1978 bewohnte. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt Mo 9-13.30 Uhr, Di-Fr und So 9-16 Uhr geöffnet.
Das Haus An der Wildbahn 33 / An der Hasenfurt 1 ist als Baudenkmal unter Denkmalschutz gestellt. Es wurde 1912 als Wärterhäuschen für den von 1911 bis 1919 genutzten Flugplatz Schulzendorf erbaut. Nachdem Hannah Höch mittels einer Erbschaft das Gebäude erwarb, nutzte Sie es zum als Atelier- und Wohnhaus. Der Garten sicherte der als Kulturbolschewistin bezeichneten und für ihre „Entartete Kunst“ geschmähten Künstlerin während Diktatur und Nachkriegszeit das überleben. Im Verlauf von vierzig Jahren entwickelte sich dieser auch zu einem wesentlichen Teil ihres künstlerischen Schaffens. Heute wird das Gelände vom Künstlerhaus Hannah Höch e.V. betreut, der nach vorheriger Anmeldung Führungen anbietet.