Sex brennt – Ausstellung eröffnet am 6. Mai 2008
Verfasst von antiquar am 24.4.2008
Sex brennt – Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft und die Bücherverbrennung
Unter diesem Titel wird eine Ausstellung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité gezeigt. Sie erinnert an den Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und das von ihm gegründete Berliner Institut für Sexualwissenschaft. Magnus Hirschfeld wurde als Jude und Homosexueller ins Exil getrieben, das Institut ab dem 6. Mai 1938 von Nationalsozialisten geplündert. Die Bücher Hirschfelds wurden am 10. Mai 1938 im Rahmen der Aktion wider den undeutschen Geist auf dem Berliner Opernplatz verbrannt. Dabei wurde der sogenannte 4. Feuerspruch gerufen: „Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften des…“.
Auf dem Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz, befindet sich heute das unterirdische Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung des israelischen Künstlers Micha Ullmann. Die Ausstellung im Medizinhistorischen Museum wird am 6. Mai eröffnet und ist dann vom 7. Mai bis zum 14. September 2008 zu besichtigen.
Hier die Pressemitteilung zur Ausstellung.