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Archiv für 'Museum' Kategorie


Sonderausstellung: 50 Jahre Luftwaffe der Bundeswehr

Verfasst von antiquar am 29.4.2008

Noch bis zum 31. Dezember 2008 läuft im Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow (auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Berlin-Gatow) die Sonderausstellung 50 Jahre Luftwaffe der Bundeswehr. Im restaurierten Hangar 7 wird ein Querschnitt durch die Geschichte der bundesdeutschen Luftstreitkräfte vom Ende der Nazidiktatur bis in die heutige Zeit präsentiert. Gegliedert ist die Ausstellung in fünf Zeitabschnitte, die für die Veränderung im Verhältnis der Machtblöcke zueinander im Lauf der Jahrzehnte stehen:

1.Sicherheit im Kalten Krieg: Die Bundesrepublik und ihr Beitrag zum westlichen Verteidigungsbündnis (1945–1955)
2.Im Zeichen der “Massiven Vergeltung”: Aufstellung und Ausbau der Luftwaffe (1956–1967/69)
3.Im Zeichen der “Flexiblen Antwort”: Sicherheit im Bündnis und gesellschaftliche Integration (1967/69–1989)
4.Epochenwechsel: Die Bundeswehr im Wiedervereinigungsprozess ab 1989
5.Neue Verantwortung: Eine Armee im Einsatz (1991–2005)

Neben historischem Fluggerät werden auch Dokumente gezeigt sowie technische Geräte aus den Bereichen Bewaffnung, Verteidigung, Radar, Materialinstandhaltung und Flugsicherung. Des weiteren wird nicht ganz uneigennützig das Selbstverständnis der Luftwaffe, die Pilotenausbildung und das Leitbild der Bundeswehr erläutert.

Neben dieser Ausstellung finden noch weitere aktuelle Sonderausstellungen statt. Geöffnet ist das etwas abgelegene Luftwaffenmuseum Dienstags bis Sonntags von 10 Uhr bis 18 Uhr, der letzte Einlaß ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Früher mußte man seinen Ausweis vorzeigen, heute befindet sich dazu kein Hinweis auf den Internetseiten des Museums.

Der Eingang des Museums befindet sich am Ritterfelddamm/Am Flugplatz Gatow. Wenn die BVG nicht streikt erreicht man die Haltestelle Seekorso/Luftwaffenmuseum mit der Linie 135.

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Sex brennt - Ausstellung eröffnet am 6. Mai 2008

Verfasst von antiquar am 24.4.2008

Sex brennt - Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft und die Bücherverbrennung

Unter diesem Titel wird eine Ausstellung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité gezeigt. Sie erinnert an den Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und das von ihm gegründete Berliner Institut für Sexualwissenschaft. Magnus Hirschfeld wurde als Jude und Homosexueller ins Exil getrieben, das Institut ab dem 6. Mai 1938 von Nationalsozialisten geplündert. Die Bücher Hirschfelds wurden am 10. Mai 1938 im Rahmen der Aktion wider den undeutschen Geist auf dem Berliner Opernplatz verbrannt. Dabei wurde der sogenannte 4. Feuerspruch gerufen: “Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften des…”.

Auf dem Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz, befindet sich heute das unterirdische Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung des israelischen Künstlers Micha Ullmann. Die Ausstellung im Medizinhistorischen Museum wird am 6. Mai eröffnet und ist dann vom 7. Mai bis zum 14. September 2008 zu besichtigen.

Hier die Pressemitteilung zur Ausstellung.

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Senat stellt Berliner Gaslaternen ins Museum

Verfasst von antiquar am 11.4.2008

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung plant den Großteil der in Berlin stehenden Gaslaternen durch elektrische Leuchten zu ersetzen. Grund dafür sind Einsparungen in Millionenhöhe bei Verbrauch und Wartung, so dass sich die Lampen nach wenigen Jahren amortisiert haben. Erhalten bleiben nach Angaben aus der Senatsverwaltung ausschließlich die so genannten Schinkelleuchten, von denen ca. 5.600 überwiegend in touristischen Bereichen stehen. Entfernt werden zunächst 8.400, in einem zweiten Schritt noch einmal 30.000 Gasleuchten.

Die Privatisierung

Hintergrund ist die Privatisierung von Betrieb, Wartung und Reparatur der Berliner Straßenbeleuchtung. Diese erfolgte im Juli 2000 für die elektrische Beleuchtung, im Januar 2001 für die Gasbeleuchtung. In den ersten Jahren - der Vertrag lief bis 2005 - erhielt der Betreiber eine jährliche Pauschale von 9,9 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen bis dahin jährlich an BEWAG und GASAG gezahlte 25 Millionen Euro. Später ist von einem Gesamtvolumen von 130 Millionen Euro bei einer Laufzeit von Zehn Jahren die Rede. So zumindest in der Antragsbegründung zu einem Gesetz zu lesen, mit dem die Zuständigkeit für die Berliner Straßenbeleuchtung wieder der Hauptverwaltung übertragen wird. Der Plan zum Abbau der Gaslaternen stammt übrigens schon aus der Zeit der Zuständigkeit des Bezirks Mitte. Die damalige Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Dorothee Dubrau trat ab Juli 2005 vehement für einen Austausch der Leuchten ein, die von ihr vorgelegten Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit wurden jedoch vielfach angezweifelt. Ihr Engagement steht in krassem Gegensatz zu einem Beschluß des Berliner Abgeordnetenhaus von 1992, der den Erhalt der Gasbeleuchtung ausdrücklich vorsieht, sowie eigenen Äußerungen aus 2001, wonach es grundsätzlich Politik der Bezirke sei, die Gasbeleuchtung zu erhalten.

Die Kosten

Der private Betreiber der Straßenbeleuchtung hat das Interesse, seinen Gewinn zu maximieren, der Finanzsenator möchte die Ausgaben minimieren. Beiden stehen die Gaslaternen im Weg. Diese haben einen erheblich höheren Wartungsaufwand durch ihre Störanfälligkeit, auch die Energiekosten betragen ein mehrfaches gegenüber modernen Elektroleuchten. So waren der Firma AT.Lux, die 2001 für die Beleuchtung verantwortlich war, laut MieterMagazin folgende Wartungsintervalle vorgeschrieben: “Die elektrischen Lampen müssen alle vier Jahre gewartet werden, die störanfälligeren Gaslaternen jedes Jahr. Zusätzlich gibt es Kontrollfahrten: Die Elektroleuchten sollen einmal pro Quartal abgefahren werden, die gasbetriebenen Lampen sollen sogar jede Woche nachts und, um “Dauerbrenner” zu entdecken, einmal im Monat auch tags komplett auf ihre Funktion überprüft werden“. Mit den Betreibern wurden in den vergangenen Jahren Pauschalverträge abgeschlossen. Diese beinhalten, wie aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus hervorgeht, nicht die Gas- und Stromkosten. Somit haben sowohl die Landeskasse als auch der Betreiber erhebliche finanzielle Vorteile bei einem Austausch der Gaslaternen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gibt für die erste Umrüststufe Kosten von 25 Millionen Euro bei einer jährlichen Einsparung von 4,2 Millionen Euro an. Die entstehenden Kosten werden jedoch von Gegnern der Umrüstung in Frage gestellt.

Die Natur

Für Insekten stellen Gaslaternen, anders als die meisten üblichen Elektroleuchten keine Gefahr dar. Das von weiß strahlenden Lampen emittierte Licht, wie es bei Quecksilber-Hochdruckleuchten auftritt, zieht allerdings zahlreiche Fluginsekten an. Der Grund ist ihre Empfindlichkeit für den bei diesen Lampen hohen Anteil an blau-violetten, kurzwelligen Strahlen. Ungefährlicher sind Natrium-Hochdrucklampen, und die insektenfreundlichen Natrium-Niederdrucklampen strahlen langwelliges Licht ab. Deren monochromes, gelbes Licht erschwert das Farbensehen, und da es als unangenehm empfunden wird, kommt der Einsatz anstelle der Gaslaternen kaum in Betracht. Des weiteren wird die Natur auch durch die Rohre, mit denen das Gas transportiert wird beeinträchtigt. Alte Gußrohre - die immer noch anzutreffen sind, siehe den folgenden Abschnitt - wurden an den Verbindungen mit Hanf abgedichtet. Da das seit Ende 1996 in ganz Berlin verwendete Erdgas trockener ist als das zuvor genutzte Stadtgas, trocknen die Dichtungen und können undicht werden. Auch bei anderen Rohrsystemen kommt es zum Gasaustritt, dabei werden Straßenbäume bis zum Absterben geschädigt.

Geschichte der Berliner Gasbeleuchtung

 Am 19. September 1826 brannten in Berlin die ersten mit Gas betriebenen Straßenlaternen. Die Londoner Imperial Continental Gas Association (ICGA) beleuchtete zunächst die Straße Unter den Linden und hatte ein auf 21 Jahre abgesichertes Monopol für den Bereich innerhalb der Stadtmauern. Nach Ablauf des Vertrages ging am 1. Januar 1847 der Betrieb an die Städtischen Gaswerke, Vorläufer der GASAG. Diese hatten vorher ein eigenes Versorgungsnetz gebaut, die englischen Laternen blieben dunkel. Dennoch bestand über viele Jahre eine Konkurrenzsituation, denn die ICGA belieferte weiterhin private Verbraucher. Dadurch fiel der Gaspreis erheblich, was wiederum die Ausbreitung des Netzes - jeder Anbieter hatte nur eines für private und öffentliche Kunden - begünstigte. Erst Jahre später erhielten die Engländer wieder Aufträge für Straßenbeleuchtung, weiteten aber dann im Umland ihr Geschäft erheblich aus. So gab es bis zur  kriegsbedingten Liquidation der ICGA 1918 zwei große Anbieter auf heutigem Berliner Stadtgebiet, neben zahlreichen regionalen Versorgern, an denen diese oft beteiligt war. Die seit 1882 in Berlin anzutreffende elektrische Beleuchtung entwickelte sich ebenso rasant wie die Gasbeleuchtung. Beide Systeme bestanden nebeneinander, oft waren nur wenige Meter zwischen Gas- und Stromleuchte. Einen ersten Einbruch gab es im Ersten Weltkrieg, von ehemals 41.500 Vorkriegsleuchten waren danach nur noch 9.200 in Betrieb. In den Folgejahren gab es große technische Fortschritte, die zu Einsparungen führten. Es mußten aber auch Krisen bewältigt werden. Die Eingliederung der Gasversorger der Umlandgemeinden nach der Bildung Groß-Berlins 1920 warf Probleme auf. Die Inflation 1923, die Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre und der Zweite Weltkrieg ab 1939 führten zur Stillegung von Leuchten, erst als Sparmaßnahme, später wegen des Luftschutzes. Nach dem Krieg war die Bilanz verheerend: Von 84.000 Gaslaternen waren 36.000 unbrauchbar und nur 1.350 unbeschädigt, weniger als ein Prozent der Rohre war betriebsbereit, die technischen Anlagen waren zur Hälfte zerstört. Die Reparatur der gasbetriebenen Straßenbeleuchtung hatte keine Priorität, erst 1946 erging der Befehl, bis Anfang Oktober des selben Jahres 10.000 Gaslaternen in Betrieb zu nehmen. Trotz aller Bemühungen war dieses Ziel erst Anfang November 1946 erreicht. Die Materialknappheit führte dazu, dass in den Folgejahren jeweils weniger Laternen instand gesetzt wurden. Im sowjetischen Sektor wurden von 1950 bis 1957 noch zahlreiiche Leuchten aufgearbeitet, dann war der Vorrat an aufzuarbeitenden beschädigten Leuchten erschöpft. Es gab in der DDR keine leistungsfähigen Betriebe zur Produktion größerer Stückzahlen von Gasleuchten, außerdem galten sie als altmodisch gegenüber den modernen Elektroleuchten. So kam es ab Anfang der sechziger Jahre zu einem immer stärkeren Abbau der Gasbeleuchtung, der politisch gewollt war. Als Anfang 1977 die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas beschlossen wurde, war dies das Ende für die Ost-Berliner Gasbeleuchtung. Da eine Umstellung auf Erdgas nicht machbar sei, sollten jeweils vor der Umstellung des betroffenen Gebietes die Gaslaternen durch Elektroleuchten ersetzt werden. Die Mangelwirtschaft der DDR verhinderte ein zügiges Fortschreiten der Bauarbeiten, und so überdauerten einige Leuchten in Treptow-Köpenick und in Marzahn-Hellersdorf die Wende. Doch steht der bei weitem überwiegende Teil der Gas-Straßenbeleuchtung in den westlichen Bezirken der Stadt. Dort gab es neben dar allgegenwärtigen Materialknappheit noch das Problem der Berlin-Blockade. Mit Beginn der Luftbrücke, am 26. Juni 1948, ordnete die Alliierte Militärregierung die sofortige Stillegung der Straßenbeleuchtung an. Daher ruhte die Instandsetzung des Beleuchtungsnetzes fast ein Jahr. Bis 1953 wurden dann alte Leuchten aufgearbeitet, die aber bald nicht mehr den Anforderungen genügten. Man entschied sich dafür, zukünftig neue Modelle einzusetzen. Dazu gehörten vierflammige, an das historische Bild erinnernde, aber auch vier- oder neunflammige sogenannte Reihenleuchten, die auf Peitschenmasten montiert wurden. Daneben entwickelte man für verschiedene Zwecke neue Bauformen, so dass - ebenso wie bei der elektrischen Straßenbeleuchtung -  eine Vielzahl verschiedener Typen gewartet werden muß. In den westlichen Stadtbezirken erfolgte nie ein politischer Beschluß zum Ende der Gasbeleuchtung, jedoch sank die Zahl der Gaslaternen ab 1968 stark. Zum einen ersetzte man an Hauptverkehrsstrßen wegen der besseren Ausleuchtung die Gasleuchten, zum anderen stattete man die historischen Kandelaber zum Teil mit elektrischen Glühlampen aus. Die Umstellung auf Erdgas führte von 1993 bis zu deren Abschluß zu der Notwendigkeit, an allen Gaslaternen Brenner und Düse auszutauschen.

Das Gaslaternen-Freilichtmuseum Berlin

Die Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr und die GASAG richteten das Museum, das vom Deutschen Technikmuseum Berlin betreut wird, 1978 ein. Derzeit befinden sich auf dem Ausstellungsgelände 90 Leuchten aus Berlin, Deutschland und dem europäischen Ausland. Die Gasleuchten wurden im Frühjahr 2006 mit Hilfe von Sponsoren umfassend restauriert. Das Gaslaternen-Freilichtmuseum Berlin befindet sich beiderseits der Straße des 17. Juni, zwischen S-Bahnbrücke und Klopstockstraße.

Die Zukunft der Gaslaternen

Bei den in den nächsten fünf Jahren auszutauschenden Leuchten handelt es sich um die Gasreihenleuchten an Peitschenmasten. Diese in den 50er Jahren errichteten Anlagen sind von ihrer Gestaltung nicht mit den an das historische Erscheinungsbild angelehnten Schinkelleuchten zu vergleichen. Sie zeichnen sich durch eine größere Helligkeit aus, die durch neun Gasflammen erzeugt wird. Daher haben sie auch einen hohen Gasverbrauch. Reihenleuchten wurden meist nicht innerhalb von Wohngebieten, sondern an stärker befahrenen Straßen mit größerem Lichtbedarf aufgestellt. Erst in der zweiten Austauschphase plant der Senat den Lampenkahlschlag: 30.000 Gasleuchten sollen ab 2014 ersetzt werden. Hierbei werden wohl nahezu alle Leuchten, die nicht in eng begrenzten touristischen Gebieten liegen ausgetauscht. Im Gegensatz zu den kaum erhaltenswerten Gasreihenleuchten (bitte eine ins Gaslaternenmuseum) handelt es sich bei diesen überwiegend um in den Augen des Betrachters als historisch erscheinende Objekte. Dieser Eindruck täuscht jedoch meist, da wie beschrieben nach den Kriegen fast nichts mehr übrig war. Die meisten der vorhandenen Gasleuchten entstanden lange nach dem zweiten Weltkrieg, nur die Optik wurde aus ästhetischen Gründen an die Vorbilder angelehnt. Selbst die wenigen erhaltenen historischen Leuchten haben immer ein modernes Innenleben, allein schon wegen der Erdgas-Umstellung. Wenn die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nun plant, die Gasleuchten durch elektrische, historisierende zu ersetzen, soll sie machen. Die Behörde erteilte einen Forschungsauftrag zur Entwicklung von LED-Leuchten, die optisch wie Gaslaternen wirken. Bei überzeugenden Ergebnissen spricht nun wirklich nichts mehr gegen ein Ende der Gasbeleuchtung auf Berliner Straßen. Dennoch wird es nicht dazu kommen: Anders als beim aktuellen Volksbegehren zum Erhalt des Flughafen Tempelhof als Verkehrsflughafen, das nie eine Chance hatte, besteht die Möglichkeit die Senatspläne zur Gasbeleuchtung zu stoppen. Die öffentliche Meinung ist wohl überwiegend pro Gasbeleuchtung eingestellt, zum Beispiel im Hauptstadtblog.

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Das Haus von Hannah Höch - letztes Fragment des Flughafen Schulzendorf

Verfasst von antiquar am 3.4.2008

Am heutigen Tag wird im Heimatmuseum Reinickendorf mit einer Vernissage die Sonderausstellung Das Haus von Hannah Höch eröffnet. Gezeigt werden bis zum 1. Juni Aufnahmen des Hauses, die im Juni 1978 entstanden. Fotograf war Rainer König, Professor an der Hochschule der Künste und Neffe von Hannah Höch, die das Haus von 1939 bis zu ihrem Tod im Mai 1978 bewohnte. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt Mo 9-13.30 Uhr, Di-Fr und So 9-16 Uhr geöffnet.

Das Haus An der Wildbahn 33 / An der Hasenfurt 1 ist als Baudenkmal unter Denkmalschutz gestellt. Es wurde 1912 als Wärterhäuschen für den von 1911 bis 1919 genutzten Flugplatz Schulzendorf erbaut. Nachdem Hannah Höch mittels einer Erbschaft das Gebäude erwarb, nutzte Sie es zum als Atelier- und Wohnhaus. Der Garten sicherte der als Kulturbolschewistin bezeichneten und für ihre “Entartete Kunst” geschmähten Künstlerin während Diktatur und Nachkriegszeit das überleben. Im Verlauf von vierzig Jahren entwickelte sich dieser auch zu einem wesentlichen Teil ihres künstlerischen Schaffens. Heute wird das Gelände vom Künstlerhaus Hannah Höch e.V. betreut, der nach vorheriger Anmeldung Führungen anbietet.

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26. März 1898 - Deutsche Orient-Gesellschaft beginnt Ausgrabungen in Babylon

Verfasst von antiquar am 26.3.2008

Unter der Leitung des Archäologen Robert Koldewey beginnen in Babylon Ausgrabungen, die bis 1917 andauern. Dann werden sie wegen des Ersten Weltktieges abgebrochen.

Auftraggeber der Grabungen ist die Deutsche Orient-Gesellschaft, die 1898 eigens für die Förderung der Erforschung von Geschichte und Kulturen des Vorderen Orients und die Verbreitung von diesbezüglichen Forschungsergebnissen gegründet wurde. Initiator und Finanzier ist zunächst - neben anderen wohlhabenden Kunstmäzenen - James Simon. Er leitet auch die Deutsche Orient-Gesellschaft in enger Zusammenarbeit mit Wilhelm von Bode, dem Direktor der Berliner Museen. Ab 1901 übernimmt Kaiser Wilhelm II. das Protektorat über die Gesellschaft

Während der Ausgrabungen in Babylon werden zahlreiche bedeutende Bauwerke freigelegt, darunter das im Vorderasiatischen Museum auf der Museumsinsel ausgestellte Ischtar-Tor, die Prozessionsstraße und die Thronsaalfassade des Königs Nebukadnezar II.

Diese können im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden, Donnerstags von 18.00 bis 22.00 auch bei freiem Eintritt. Da vom 26. Juni bis 5. Oktober 2008 die Sonderausstellung “Babylon. Mythos und Wahrheit” zu sehen ist, muß in diesem Zeitraum auch Donnerstagabends Eintritt gezahlt werden.

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Mit dem Fahrrad zu Belvedere und Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg

Verfasst von antiquar am 15.3.2008

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat nach mehrjähriger Weigerung nun zwei ausgewählte Wege im Schloßpark Charlottenburg für Fahrradfahrer freigegeben. Somit sind das Belvedere und das Mausoleum jetzt mit dem Zweirad erreichbar. In letzterem kann man die Gruft der Königin Luise noch bis zum 31. März besichtigen, dann wird wegen Sanierungsarbeiten bis 2010 nur die Gedächtnishalle zugänglich sein.

Die einzige konfliktträchtige Stelle auf den gemeinsam von Radfahrern und Fußgängern genutzten Strecken ist wohl am Belvedere, da der Weg unmittelbar am Eingang vorbeiführt. Hier wie auch auf allen anderen Wegen gilt: Fußgänger haben Vorrang.

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